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Geschichte von Wlodarz im Eulengebirge

   Große Attraktionen des Eulengebirges stellen die für Touristen erschlossenen unterirdischen Anlagen dar, die im Rahmen der größten Investition der Wehrmacht in den letzten Jahren des Dritten Reiches (Operation Riese) entstanden. Es ist unikale unterirdische Bauwerke (größte in Polen und weltweit fünftgrößte), die im Inneren des Eulengebirges ruhen. Einen von sieben ist „W這darz“. Es wurde in den Jahren 1943-45 im Rahmen der geheimnisvollen Operation „RIESE“ errichtet, die noch sechs andere Komplexe umfasste: Rzeczka, Osówka, Jugowice Gorne-Jawornik, Sobon, Sokolec-Gontowa, und den Komplex Füstenstein (Ksiaz) im Waldenburger Bergland. Es sollten hier riesige, unterirdische Bunker für Hitler und die Führung der Wehrmacht, der Luftwaffe, für den SS-Reichführer, den Minister des Äußeren sowie Raüme für die Bedienung entstehen. Es wird gesagt, dass es für chemische, biologische und atomische Labors sein sollten. Vielleicht aber wurden dort von den Faschisten ausgeplünderte Kulturgüter und Bankdepots verborgen. Es bestehen Hinweise, dass in diesen Anlagen sogar 20 bis 40 Tausend Menschen den Unterschlupf finden sollten! Hitler interessierte sich für den Bau, weil er bereits am 10 November 1943 (der Bau begann am 1 Nov.) seinen Adjutanten, Nicolaus von Below, ins Eulengebirge schickte. Der deutsche Historiker, Prof. Seidler, schreibt, dass gleichzeitig mit dem Bau des Hauptquartiers von Hitler eine riesige, unterirdische, nach dem unterirdischen Komplex „Dora“ im Harz (dort wurden Raketen V1 und V2 hergestellt) zweitgrößte Industrieanlage im Eulengebirge entstehen soll. Es bleib jedoch unbekannt, was man dort herstellen wollte: den Düsenjäger Me-262 oder die Raketen A4(V2). Das Projekt „Riese“ bekam die höchste Priorität im Dritten Reich. Für die Realisierung dieses immensen Unternehmens wurde die Schlesische Industriegemeinschaft AG in Breslau (Wroclaw) mit Sitz in der Villa Erica in Bad Charlottenbrunn (Jedlina Zdroj) gegründet. Arbeitskraft waren die ausländischen Zwangsarbeiter. Die Industriegemeinschaft hatte jedoch keine Erfahrung in derartigen Arbeiten. Die Bauarbeiten schritten nur langsam fort. Von daher wurde deren Fortsetzung im Frühling 1944 der Todt-Organisation anvertraut. Sitz der Direktion war der Palast der Familie Pucklerf in Tannhausen (Jedlinka). Das Projekt „Riese“ wurde durch Tausende Kriegsgefangene verschiedener Nationalitäten umgesetzt, die aus mehreren Abteilungen des Konzentrationslagers Gross-Rosen kamen. Am 20 Juni 1944 bekam Hitler die Nachricht von dem Rüstungsmeister, Albert Speer, dass bei dem Ausbau seines Hauptquartiers zur Zeit 28 Tausend Menschen arbeiten. In einem Schreiben an den Hitlers Adjutanten für die Wehrmachtangelegenheiten vom 22 September 1944 stellt Speer fest, dass bis zu dem Zeitpunkt für den Bau des Programms „Riese“ 150 Millionen RM (5 Mal mehr als für die Bunker in Rastenburg (Ketrzyn) und 12 Mal mehr als für die Bunker in Pullach bei München) ausgegeben wurde. Er schreibt weiter: „Zur Realisierung dieser Baupläne verbrauchte man 257. 000 m3 bewährten Beton und 100 km Rohrleitungen. Es wurden 213.000 m3 Tunnels und 58 km Straßen mit 6 Brücken gebaut. Allein für das Projekt „Riese“ wurde mehr Beton verbraucht, als es im Jahre 1944 für den Bau von Bunkern für die gesamte Bevölkerung gewährt wurde.“ Die Arbeiten im Eulengebirge dauerten bis Februar 1945. Nach der Befreiung wurden die Maschinen und Anlagen durch Sowjeten massenweise ausgeführt. Die Eingänge in die Tunnels wurden gesprengt. Heute ist es schwer festzustellen, was und wo die Deutschen eigentlich bauten, was von den Deutschen zerstört oder maskiert wurde und was die Russen oder die polnische Armee und die Sicherheitsdienst zerstören. Das Gesamtfassungsvolumen beträgt ca. 100 000 m3, woraus sich ca. 70 000 m3 Beton ergeben. Im Vergleich zu den Angaben von Speer fehlen noch weitere 100 000 m3 Tunnels und 180 000 m3 Beton. Es stellt sich also die Frage, wo befinden sich die restlichen unterirdischen Tunnel, Hallen und die Tausend Kubikmeter Beton. Die Frage bleibt ohne Antwort. Die nächste Frage ergibt sich aus der Tatsache, dass die deutschen offiziellen Dokumente informieren, dass die Umsetzung des Projektes „Riese“ im Herbst 1943 begann. Dieses Datum steht jedoch im Widerspruch mit den Aussagen von Zeugen, die auf diesem Gebiet wohnen, sowie Arbeitern, die im Eulengebirge vor 1943 oder sogar gegen Ende der 30er Jahre beschäftigt waren. Warum will jemand, dass als Datum des Beginns der Arbeiten den Herbst 1943 anerkennen? Bis Heute ist eigentlich unbekannt, was war das Ziel des Projektes. Die Zerstörung der unterirdischen Komplexe nach 1945 und Fehlen jeglicher Planungs- oder Ausführungsunterlagen machen es unmöglich, deren Bestimmung festzulegen. Um diese Komplexe und deren Bestimmung ranken sich viele Geschichten und Mythen. Am wahrscheinlichsten sind diejenigen, die besagen, dass Bunker für Hitler und seine nächsten Mitarbeiter oder unterirdische Waffenfabriken oder Labors für ABC-Waffen (bakteriologische und elektronische Waffen, die hochfrequente Felder nutzen) oder vielleicht Prüf- und Produktionswerke für die mit Antigravitationsmotoren angetriebenen Luftfahrzeuge für den senkrechten Start sein sollten. Die Forscher sind sich in einem einig: Die Bauzeit sowie die eingesetzten Kräfte und Mittel lassen uns vermuten, dass es hier viel mehr gebaut wurde als wir heute sehen können. Irgendwo im Eulengebirge befinden sich sehr gut getarnte Anlagen, in denen man vielleicht etwas Wertvolles versteckte. Der Großteil der Netze von Tunnels, Stollen und unterirdischen Hallen von monumentalen Größen ist für die Besucher vorbereitet. Die Teile unter Wasser können auf Pontons besichtigt werden. Bei Stollen „W這darz“ wurde auch ein Militärmuseum errichtet. „Riese”.

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